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Psychosomatik - Prozesse - Systemische Ordnungen

Oft wird der Satz fallen gelassen: «Ich arbeite an mir selbst». Das ist erfreulich und hört sich gut an...aber wie genau machst man das? An dieser einfachen Frage scheitern die meisten. Sich mit seinem Wesen auseinanderzusetzen ist nur zu einem bedingten Teil alleine möglich. Wer mehr als nur seinen sichtbaren Teil sehen möchte benötigt jedoch einen Spiegel und noch mehr...dafür bieten wir in unserer Psychosomatik-Reihe einen geschützten Rahmen, damit Weiterentwicklung in dieser Form für sich wie auch die eigenen Patient:innen möglich wird.

Das Kursziel

Was macht eine gute Therapeutin, einen guten Therapeuten aus? Papier ist geduldig und darauf ausgedruckte Diplome sind wohl eine Zierde und ein Bekenntnis für Aussenstehende. Die Technik der Nadelung, die Ausführung der TuiNa-Griffe, das exakte Verschreiben einer Kräuterrezeptur oder eine gründliche Ernährungsberatung - alles Methoden, welche nach exakter Diagnose zum Wohl der Patient:innen eingesetzt werden können.

 

Und dennoch ist es die Beziehung zwischen zwei Wesen, welche massgeblich zum Erfolg beiträgt. Professionelles Wissen und geschultes Handwerk bilden die Basis einer Begleitperson. Studien zufolge taxieren und bewerten Patienten eine Therapiesitzung als gelungen, wenn diese auf der Beziehungsgestaltungsebene gelungen ausfällt. Die Beschwerdefreiheit steht bei den meisten nicht im Vordergrund.

 

Optimal ist eine ausgewogene Kombination zwischen dem eigenen, erworbenen Wissen und Können sowie dem wahren Mitgefühl und dem tiefen Verständnis für die verschiedenen Wesen.

 

Wie ist das zu erreichen?

Um es vorweg zu nehmen: Über den Ratio ist dies nur bedingt möglich. Reden über ein Problem kann in vielen Fällen hilfreich sein, verfehlt jedoch in der Regel die wahre Tiefe.

 

Wir bieten TCM-Praktizierenden und angehenden TCM-Therapierenden während des Studiums hier eine Weiterbildung für sich und andere. Das Gegenüber zu verstehen heisst, sich selber wahrzunehmen, Erkenntnisse und Einsichten zu gewinnen und damit zu arbeiten. Ob es das Annehmen, das Loslassen, das Akzeptieren oder das Verabschieden ist - alles hat seine Berechtigung und will nicht einfach «aufgelöst» werden, sondern zugelassen und gelebt sein. 

Kursinhalte

  • Praktische Wahrnehmungsübungen im Alltag
  • Körperarbeit
  • Körperblockaden
  • Begriffsdefinitionen der systemischen Arbeit
  • Haltung des Therapeuten
  • Gewaltfreie Kommunikation
  • Gesprächsführung
  • Glaubenssätze
  • Systemische Fragestellungen
  • Programmierungen des Denkens
  • Modelle Schulz von Thun, Minuchin, Satir, Erickson, Watzlwick, Gestalt
  • Beziehung zum inneren Kind
  • Bedürfnisse und deren Bedeutung
  • Organisation und Umleitung von Konflikten
  • Angewandte Störungen im Familiensystem
  • Rapport herstellen
  • Agieren und Reagieren
  • Skulpturen
  • Ordnungssysteme
  • Eigene Traumata erkennen und Wege der Lösung finden
  • Herzensangelegenheiten wahrnehmen und definieren
  • Innere Haltung zum Leben
  • Loslassen von Altem
  • Aufstellungen
  • Respekt und Achtsamkeit in der Therapie
  • Formen des Unterbewusstseins
  • Sterbeprozesse
  • Begleitrituale für die Praxis
  • Qi-Arbeit am Thorax, Becken und Sternum
  • Behandlungsstrategien
  • Praktische Umsetzung der Methoden in der Praxis
  • Philosophische Betrachtungen
  • Familienbrett
  • Visualisierung
  • Innerer Kindergarten
  • Lebensauftrag anerkennen
  • Rituale
  • Listen in der Therapie
  • Reflexion und Analyse der Methoden
  • Beeinflussung und Interaktion zwischen Therapeut und Patient
  • Konflikt in der Therapie
  • Komplexe Situationen
  • Abgrenzung
  • Pflege der Mitte.

Psychosomatik an der Biomedica Zürich

Diese 6 Kurse waren lange für unsere Studenten im therapeutischen Bereich der Fachrichtung TCM reserviert und sind im Verlauf der letzten 20 Jahre auch mit den Studenten gewachsen.

 

Der ursprüngliche Gedanke dahinter war, angehende Therapeuten bei sich selbst aufräumen zu lassen, die Vergangenheit soweit möglich zu klären und gestärkt im Jetzt für andere da sein zu können.

 

Was mit einem Selbsterfahrungskurs begonnen hat, entwickelte sich bald zu 4 Kursen mit viel praktischen Arbeiten. Theorie wird mit dem Tun in der Praxis zum wahren Wissen und Erleben geweckt. Mit den angewendeten Methoden wird manchmal alleine, manchmal in kleiner oder grosser Gruppe aufgeräumt, geordnet, gelassen und angenommen.

 

Die darauf aufbauenden Abschlusskurse 5 und 6 sind Therapeuten-Kurse, in welchen nebst neuem Stoff, die in den vorherigen Kursen erfahrenen Methoden, in der Praxis angewendet und trainiert werden.

 

Mehrmals pro Jahr führen wir Aufstellungstage durch. An diesen sind auch Interessenten willkommen, die gerne zum ersten oder wiederholten Mal mitmachen möchten in dem sie sich für die Aufstellungen zur Verfügung stellen. Oder sie stellen selber auf (Herkunftsfamilie, Gegenwartsfamilie oder Symptome). Falls eine Aufstellung gewünscht wird und keine Überweisung von einem uns bekannten Therapeuten vorliegt, ist eine vorherige Kontaktaufnahme mit der Leitung nötig.

 

Auf häufiges Nachfragen, haben wir diese Kurse nun öffentlich im Angebot. Nach wie vor machen wir dafür keine grosse Werbung und wünschen auch, dass echte Interessenten, sich vor Beginn mit der Schulleitung (ist gleichzeitig die Kursleitung) für ein Gespräch treffen.

 

Mehr Informationen als hier auf der Webseite aufgeschaltet sind, haben wir in schriftlicher Form nicht. Alle Kurse 1-6 sind hier aufgeführt. Wenn man auf einen Kurs bei «Mehr Info» klickt, öffnen sich die Inhalte und Ziele des Kurses. Sind die Daten bereits bekannt, ist auch der Stundenplan im Kurs als Download verfügbar.

 

Für ein persönliches Gespräch – in der Schule, am Telefon oder per Videochat, steht Marina Tobler sehr gerne zur Verfügung.

Erfahrungsberichte von Teilnehmenden

Die Psychosomatik-Kurse sind eine Bereicherung für das eigene Leben. Sie führen zu fantastischen Begegnungen mit anderen und mit sich selbst. Ich habe sehr viele Erkenntnisse über meine inneren Muster wie auch eine Klärung dieser Mechanismen erfahren dürfen. Marina und Jan haben eine sehr klare Kommunikation und harmonieren als gemeinsame Leitung absolut. Ich hatte immer das Gefühl, mich fallen lassen zu können, weil sie genau wissen, was sie machen. Ebenso haben mir die sehr guten Erklärungen zum Thema Glaubenssätze oder Mutter- bzw. Vaterthemen viel aufgezeigt. Die Kurse haben auch mein Verständnis gegenüber anderen Menschen stark gefördert, indem ich nun besser hinter die Kulissen von Verhaltensweisen blicken kann und besser nachvollziehen kann, wie es zu diesen gekommen ist. Dies wird mir in meinem Alltag als Therapeut sehr behilflich sein und hat mir einen Weitblick für die Behandlung von Pathologien gegeben, da ich nun die psychosomatische Ebene von Krankheiten stark miteinbeziehen kann.

Gion Saluz, TCM-Student

Hier mehr Erfahrungsberichte lesen

Übersicht Psychosomatik-Kurse

BlockKursStundenTypOrtVoraussetzungPreisWiederholung
Psy1Sätze, an die ich glaube35SEBiomedica ZHRücksprache mit Schulleitung990.--gratis
Psy2Halb Mama, halb Papa, ganz ich35SEBiomedica ZHPsy1990.--gratis
Psy2Der Ausdruck des Geistes49SEExternPsy21'600.--400.--
Psy4Sein und lassen35SEExternPsy3990.--gratis
Psy5Ohne Absicht63TUBiomedica ZHPsy4 & therap. Tätigkeit*1'800.--gratis
Psy6Achtsam Dienen63TUBiomedica ZHPsy51'800.--gratis

Typ:  SE = Selbsterfahrung, TU = Therapeutische Umsetzung.

Externe Wochen: Anreise, Kost & Logis nicht inbegriffen.

*Therapeutische Tätigkeit: falls noch keine Ausübung möglich ist, muss vermehrt mit Übungsgruppe gearbeitet werden.

Abschlusszertifikat

Zu erfüllende Voraussetzungen für das Zertifikat:

  • Eine Therapie-Methode abgeschlossen
  • Medizinische Grundlagen
  • Psy 1-6 absolviert
  • 5 Behandlungsprotokolle
  • Mind. einen Wochenblock wiederholen